Eine großartige Nachricht.

Ein Interview mit Cecilie Manz

Foto: Lutz Sternstein
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Cecilie Manz

gilt als eine der prominentesten Vertreterinnen des jungen und erfolgreichen Produkt- und Möbeldesigns aus Dänemark. Gerade erst erhielt sie den Bruno Mathsson Preis. Die 1972 geborene und in Kopenhagen und Helsinki ausgebildete Designerin betreibt seit 1998 in Kopenhagen ihr eigenes Designstudio und arbeitet für Firmen wie Fritz Hansen, Mooment, LightYears, Nils Holger Moormann oder den Glashersteller Holmegaard. Ihre Glas-Serie Minima wurde 2008/2009 u. a. mit dem Danish Design Prize ausgezeichnet. Neben ihrem Glasdesign ist Cecilie Manz vor allem für ihre Lampen und Möbel bekannt. Ihr poetischer Ansatz, der in den experimentellen Arbeiten – etwa in ihren One-Offs und in den Limited Editions wie dem Stuhl Pluralis von Mooment – im Vordergrund steht, ist auch in ihren Serienprodukten spürbar. 

Wohin entwickelt sich das Green Design?

Ich glaube, das gesamte Vokabular und das Verständnis von Konzepten wie „Green Design”, „Eco“, „Nachhaltigkeit” und so weiter werden zu einem ganz natürlichen und selbstverständlichen Teil unseres Wortschatzes und unserer Arbeit. Es wird die Nichtbeachtung dieser Kriterien sein, die als extrem und als falsch wahrgenommen wird. Aber dieser Prozess braucht Zeit, es wird nicht über Nacht passieren, sondern in kleinen Schritten. 

Gibt es neue Ideen oder Technologien im Green Design, und welche Ansätze sind dominant für eine breitere Produktionsbasis?

Zurzeit werden Holz und andere rohe, natürliche Materialien für das Design immer interessanter. Wohl auch, weil sie einfach „richtig“ aussehen und einem das spontane Gefühl geben, in die richtige Richtung zu gehen. Der nächste Schritt, bei dem neue Materialien mit positiven Effekten verbunden werden, braucht mehr Zeit für eine breite Akzeptanz, sowohl bei den Konsumenten als auch im gesamten Produktionsprozess. Ich glaube aber auch an einen Trend zur ästhetischen Reinheit oder auch Bescheidenheit – einfach, weil wir von den letzten Jahren übersättigt sind. Vielleicht wird sich diese Bewegung für längere Zeit Seite an Seite mit der „grünen“ entwickeln. Und das ist eine großartige Nachricht! 

Wird der Markt eine Entwicklung der Möbelbranche zu mehr Produktnachhaltigkeit tragen?

Ich hoffe wirklich, dass beide Parteien zusammenarbeiten und so neue Wege ermöglichen. Das ist wie eine Spirale, die nur in die richtige Richtung gehen muss – und schon funktioniert es. 

Foto: Lutz Sternstein


Setzen die Unternehmen in dieser Krisenzeit eher auf Bewährtes oder sind sie besonders innovationsfreudig?

Ich treffe auf beide Reaktionen. Manche Unternehmen sind richtig begierig, nach neuen Wegen zu suchen, andere wiederum machen genauso weiter wie bisher, nur in kleinerem Maßstab. 

 

Heute existieren immer mehr Trends nebeneinander. Gibt es einen dominanten Trend im Interior Design bzw. beim Produktdesign? 

Ein Trend ist doch vor allem ein Spiegelbild oder eine Essenz all dessen, was in der Gesellschaft passiert. Daher sehen wir natürlich eine große Bandbreite an Arten zu leben, zu arbeiten oder sich anzuziehen. Unsere Epoche ist nicht eine Zeit des „Eins-nach-dem-anderen”, sondern eine „Multi-Zeit”. 

Woher – aus welchen Kulturen, Disziplinen, Medien, Industrien oder Wissenschaften – kommen heute die wichtigsten Impulse für die Trendentwicklung?

Aus allen Bereichen. Deshalb ist Zusammenarbeit ja auch so wichtig. 

Weitere Informationen: 

www.ceciliemanz.com